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Liebe/r LeserIn,
zum Outing möchte ich einiges klarstellen...
Kurz meine Geschichte, im Umgang mit diesem für viele schwierigen Thema, erläutern. Ich denke, dass ist nun wichtig. Vorab, in mittlerweile elf Jahren mit der Erkrankung Schizophrenie habe auch ich verschiedene Stufen auf dem Weg zu dem, wie ich es nenne, moderaten Outing durchgemacht.
1993, frisch aus der Klinik zu Hause, behagte es mir überhaupt nicht, das mein Vater in der Nachbarschaft zum Besten gab, Andreas hatte eine Psychose. Das <Warum? > auszuschmücken, schenke ich mir an dieser Stelle, weil fast jeder hier wahrscheinlich diese Befindlichkeit kennt.
Doch mit <Know How> aus der Klinik ausgestattet, machte ich mich bald dran die Krankheit zu entdecken. Und ich entdeckte vor allem mit der Zeit, es ist eine Krankheit. Nein, ich habe ja doch keinen <Sprung in der Schüssel>!!
Nach der medizinischen Reha folgte die berufliche. Ich klopfte bei meiner Firma an,von der ich freigestellt war. Dort hatte man mir später, nach einem erneuten Psychiatrieaufenthalt, sogar die Kündigung nahe gelegt.
Doch ich blieb hartnäckig!!!
- Zeitsprung -
2004 - In diesem Jahr wird in der Firma diskutiert, ob ich für die Durchführung des Schulprojektes: <Verrückt ? Na und.> eine bezahlte Freistellung bekomme.
26.03.2004 Ich mache mein erstes Schulprojekt freigestellt von der Firma.
Was war geschehen ? Was passiert war hört sich wie ein Märchen an. Moderates Outing steckt dahinter. Ich hatte einfach das, was ich im Freundes- und Bekanntenkreis schon lange praktizierte hatte, auf meine Kollegen übertragen. War Sympathie da, erzählte ich von der Schizophrenie und gab einen Hinweis auf meine Webseite. Binnen kürzester Zeit war Schizophrenie für diese Menschen kein Fremdwort mehr.
Schöner Gruß
Andreas Kernchen
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